Geschichte

2018
Die BLVK wird 200 Jahre alt: Unter dem Motto «Gestern, heute, morgen – wir sind immer für Sie da» feiert sie ihr Jubiläum. Anlässlich des Geburtstags wird ein neuer Marktauftritt eingeführt.

2015
Der Grundstein für die heutige BLVK wird gelegt: Die Stimmbürger des Kantons Bern ermöglichen mit der deutlichen Annahme des neuen Pensionskassengesetzes die Sanierung der Bernischen Pensionskasse und der BLVK. Das neue Gesetz und das neue Standardvorsorgereglement StVR-BLVK treten in Kraft. Die BLVK wird zur eine öffentlich-rechtlichen Anstalt des Kantons Bern mit eigener Rechtspersönlichkeit. Sie wird neu nach dem System der Teilkapitalisierung geführt und wechselt vom Leistungs- zum Beitragsprimat. Der ausgearbeitete Finanzierungsplan gewährleistet, dass bis Ende des Jahres 2034 ein Zieldeckungsgrad von 100 Prozent erreicht wird. 

2005
Das Gesetz über die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVKG) tritt in Kraft. Das neue Vorsorgereglement über die Leistungen und Beiträge (BLVK-VR) ersetzt die seit 1989 gültigen Statuten der BLVK. Wegen Unterdeckung der Kasse wird ab diesem Jahr ein Sanierungsbeitrag erhoben.

2000
Der Kanton Bern macht einen grossen Schritt zur Sanierung der BLVK. Er anerkennt den mit 626,5 Mio. Franken grössten Teil des fehlenden Deckungskapitals der Kasse als Schuld und tilgt diese auf Ende des Jahres. Die BLVK weist somit erstmals in ihrer Geschichte einen Deckungsgrad von 100 Prozent aus. Am 17. Januar 2001 genehmigt die Verwaltungskommission das neue Leitbild und die Unternehmenspolitik für die BLVK. 2003 erzielt die BLVK erstmals nach drei Jahren wieder ein positives Jahresergebnis.

1997
Die BLVK macht einen grossen Schritt ins neue Zeitalter. Sie bezieht in Ostermundigen ihr neu errichtetes, eigenes Bürogebäude und ändert auch den Kommunikationsauftritt: Im neuen Logo vermittelt jetzt eine Säule Kontinuität und Innovation. Im Jahr zuvor sind die Renten erstmals elektronisch ausbezahlt worden.

1967
Der Grosse Rat des Kantons Bern bestätigt die Selbständigkeit der BLVK. Drei Jahre später unterzeichnet die BLVK gemeinsam mit mehr als 100 öffentlichen Pensionskassen eine Vereinbarung über die gegenseitige Freizügigkeit. Kurz danach wird das 3-Säulen-Prinzip in der Bundesverfassung verankert.

1947
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHV wird in einer Volksabstimmung angenommen und auf den 1. Januar 1948 eingeführt. Die BLVK setzt sich stark für die AHV ein, weil «das grosse Versicherungswerk die Lage der BLVK bei gleichbleibenden Beiträgen stärkt.» Mit einem Dekret bildet der Grosse Rat des Kantons Bern die Erhöhung der Lehrerbesoldungen auch in der Versicherung ab und ermöglicht eine Sanierung der BLVK. Der Fehlbetrag zwischen dem Deckungskapital und den Aktiven beträgt in den 40er-Jahren bei der Primarlehrerkasse rund 28 Millionen und bei der Mittellehrerkasse rund 10 Millionen Franken.

1920
Die sprunghafte Teuerung nach dem Ersten Weltkrieg ist für den 1894 gegründeten Bernischen Lehrerverein Anlass, eine neue Lohnrunde einzuläuten. Die sozialen Spannungen innerhalb der Arbeiterschaft, die 1918 im Generalstreik gipfeln, erfassen auch die Lehrer. Ihr Kampf ist erfolgreich: 1920 machen sie mit dem neuen Besoldungsgesetz auf der sozialen Leiter einen grossen Sprung nach oben. Die BLVK erhält im Zug des neuen Gesetzes einen höheren Staatsbeitrag und kann die Leistungen spürbar ausbauen.

1904
Schon 1893 fordert die kantonale Schulsynode «mit grosser Entschiedenheit» ein Obligatorium und eine staatliche Unterstützung für die Lehrerversicherungskasse: «Die Geschichte beweist, dass man auf dem Wege der Freiwilligkeit nicht zu einer allgemeinen Versicherung gelangt.» Im Dezember 1903 beschliesst der Grosse Rat des Kantons Bern ohne Gegenstimme eine Beteiligung an der BLVK. Von 1904 an ist die BLVK somit eine halbstaatliche Versicherungskasse mit drei Abteilungen (Arbeitslehrerkasse ALK, Mittellehrerkasse MLK und obligatorische Primarlehrerkasse PLK). Insgesamt zählt die BLVK jetzt 1829 Mitglieder.

1856
Der Kaufmann Friedrich Emanuel Fuchs, welcher der «Schulmeister-Casse» bereits 1827 ein Legat von 30'000 Franken vermacht hat, verstirbt. Er hinterlässt der Kasse testamentarisch die Summe von 241'500 Franken, womit deren Vermögen auf einen Schlag um das Zweieinhalbfache steigt. Als Folge davon werden die Statuten 1860 angepasst. Der Leistungsausbau ist für damalige Verhältnisse zu grosszügig: Jedem Mitglied ab dem 55. Lebensjahr wird eine Pension zugesichert, unabhängig davon, ob es den Beruf noch ausübt oder nicht.

1833
Der «Große Rath der Republik Bern» beschliesst, den «ältern, im Dienst untüchtig gewordenen Primarschullehrern» sogenannte «Leibgedinge» (Alterspensionen) auszurichten. Dies nicht nur aus sozialen Überlegungen, sondern auch «zur Förderung des Schulwesens». Älteren Lehrern soll dadurch der Rücktritt erleichtert werden, damit junge, voll arbeitsfähige und bald auch besser ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer nachrücken können.

1818
Am 23. des Brachmonats (Juni) wird die «Schulmeister-Casse des Cantons Bern» gegründet. Als freiwillige Not- und Hilfskasse für die bernischen Lehrer will sie den «löblichen Beyspielen so vieler Professions- und anderer Gesellschaften» folgen. Die Statuten von 1818 regeln das Organisationsprinzip der Kasse, das bis heute in den Grundzügen erhalten geblieben ist.